Tipps vom Team

Unsere persönlichen Highlights für Sie ausgesucht

RACHEHERBST – von Andreas Gruber

Franziska Zehnder

Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst
zum nächsten Opfer werden…

Mein Tipp: Der zweite Band der «Rache-Reihe». Nichts für schwache Nerven! Spannend, fesselnd, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich liebe den Erzählstil, die Kombination aus
Humor, Sarkasmus und Spannung.

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    RACHESOMMER- von Andreas Gruber

    Franziska Zehnder

    Grausamkeit verjährt nicht…
    Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall… Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt …

    Mein Tipp: Meine Neuentdeckung. Unglaublich spannend, Achtung Suchtpotenzial, Nervenkitzel pur! Der erste Fall für Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Andreas Gruber weiss wie man einen packenden Thriller schreibt, angenehmer Schreibstil, eher kurze Kapitel die verleiten immer noch eins mehr zu lesen.

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      Damenprogramm – von Theres Roth-Hunkeler

      Susanna Ricklin

      Seit dem sogenannten Damenprogramm ihrer Mütter haben sich die Verhältnisse grundlegend geändert und inzwischen sind Anna und Ruth selbst Damen im „reifen Alter“. Die beiden unterschiedlichen Frauen sind beste Freundinnen und auch familiär verbunden, seit Anna Ruths Bruder Arno geheiratet hat. Überdies nimmt Ruth als Patentante regen Anteil am Leben von Annas suchtkranker Tochter Caro. Die Freundinnen habe beide einen Wendepunkt erreicht. Während Anna den Tod ihres demenzkranken Partners Arno verarbeiten muss, beendet Ruth eine unbefriedigende Beziehung. Nicht mehr jung und noch nicht alt, sehen sich die beiden mit einer ungewissen Zukunft und einer Reihe existentieller Fragen konfrontiert. Mal melancholisch, mal satirisch, in jedem Fall ziemlich unerschrocken fragen sie nach den Besonderheiten ihres Lebensabschnitts und wie altern jenseits aller Vorbilder und Rollenangebote geht. Was es heißen könnte, sich als gestandene Frau neu zu erfinden. Nicht großmütterlich neutralisiert, weder griesgrämig, noch selbstoptimiert. Und derweil das Leben weitergeht und nach täglicher Bewältigung verlangt, reift in ihren klugen Köpfen ein ganz neues Damenprogramm und ein konkreter Plan.

      Mein Tipp: Der Schweizer Autorin ist ein tolles, unterhaltsames Buch gelungen über das Altern, welches nichts beschönigt und trotzdem auf das volle Glas schaut. Der Schreibstil mit Wechseln zwischen Briefen, Dialogen, Rückblenden, Innenschau der Figuren und Aussenschau einer Erzählinstanz macht das Buch fesselnd und sehr empfehlenswert. Und das Beste: Theres Roth-Hunkeler ist auf Einladung von Pro Senectute, Infopunkt Alter Richterswil, und unserer Bibliothek am 1. Oktober, dem internationalen Tag der älteren Menschen, bei uns zu Gast! Also jetzt schon vormerken!

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        So weit der Fluss uns trägt – von Shelley Read

        Susanne Gambon

        Am Fuße der Berge Colorados strömt der Gunnison River an einer alten Pfirsichfarm vorbei. Hier lebt in den 1940ern die 17-jährige Victoria mit ihrem Vater und ihrem Bruder in rauer Abgeschiedenheit. Doch der Tag, an dem sie dem freiheitsliebenden Wil begegnet, verändert alles. Bald ist Victoria gezwungen, das Leben, das sie kennt, aufzugeben und in die Wildnis zu fliehen. Dort muss sie ums Überleben kämpfen um ihr eigenes und um das ihres ungeborenen Kindes. Als sie endlich die Kraft findet, neu anzufangen, droht der Fluss, alles zu zerstören, was ihrer Familie seit Generationen ein Zuhause war.

        Mein Tipp: Mit kraftvollen Worten beschreibt die Autorin Shelley Read sowohl die imposante Natur Colorados, wie auch Victorias Weg in ein Leben, in dem sie sehr jung gezwungen ist, es selbst zu gestalten. Es ist ein unüblicher Weg in der geschlossenen Gemeinschaft von Iola und doch der einzig Richtige für eine Jugendliche, die gegen den Widerstand ihrer Umgebung zu ihrer grossen Liebe steht. Im Mittelpunk von Victorias Leben stehen Themen wie die Rolle der Frau, die Bedeutung der Familie, ungewollte Schwangerschaft, Rassismus, Mut und innere Stärke. Ein Roman voller Naturgewalt, der mich bestens unterhalten hat.

         

         

          so weit der Fluss uns trägt

          VERFOLGT Kein Heimweg ist sicher – von Claire Allan

          Regula Büchler

          Als die junge Krankenschwester Nell verschwindet, rechnet ihre Mutter mit dem Schlimmsten – doch wie schlimm es wirklich wird, ahnt sie nicht. Kurz darauf tauchen merkwürdige Videos in den Sozialen Medien auf. Auf einem davon ist zu sehen, wie Nell von einem Mann verfolgt wird. Die Polizei stösst so auf eine Gruppe radikalisierter Männer, die für ihren Hass auf Frauen ein verstörendes Ventil gefunden haben: Sie filmen sich dabei, wie sie Frauen ohne Begleitung auf ihrem Heimweg Angst machen. Ist einer von ihnen noch
          weitergegangen und hat Nell entführt? Nur ein junger Polizist kann ihn offenbar noch aufhalten: Aber wird er seine Karriere, seine Beziehung und seine Freiheit dafür opfern?
          Ein mitreissender Thriller mit brandaktuellen Themen um die wachsende Bedrohung durch sich im Internet radikalisierende Männer

          Mein Tipp: «Ein atemlos machender Thriller, der bedauerlicherweise nicht nur auf einer literarischen Idee der Autorin beruht.» Abschnittsweise war ich emotional so nah an der Mutterfigur und wusste nicht, ob ich den Verlauf aushalte!

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            Angelina Verlorene Familie – von David Bielmann

            Susanna Ricklin

            Lenzerheide, 1824. Johann Friedrich Moser wird mit siebzehn Jahren zum ersten Mal Vater. Er lässt sich mit seiner Familie auf einem abgelegenen Hof nieder und arbeitet als Abdecker. Es folgen zehn weitere Kinder. Ein Jahrhundert später wird die 8-jährige Angelina Eugster, eine Nachfahrin von Johann Friedrich, durch das halbstaatliche «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» ihrer Familie entrissen und aus Graubünden fortgebracht. Die theoretische Grundlage dafür bildet eine eugenische Schrift, die der Psychiater Johann Josef Jörger über die Familie Moser verfasst hat. Während Angelina über Umwege in verschiedenen Heimen in den Kanton Freiburg kommt, sucht die Mutter Maria Ursula verzweifelt nach ihrer Tochter.

            Mein Tipp: David Bielmann folgt den Spuren seiner Ahnen, von Obervaz über Basel, Zürich, Bern, Lugano und Strassburg nach Rechthalten – und erzählt dabei ein unheimliches Stück Schweizer Geschichte. So steht es auf dem Buchrücken. In Tat und Wahrheit ist die Lektüre dieses Schicksal mehr als unheimlich. Erschreckend. Schockierend. Nach der Vorgeschichte der Familie, die im frühen 19. Jahrhundert relativ gemächlich beginnt, nimmt die Handlung derart Fahrt auf, dass ich das Buch in einer Nacht lesen musste. Das Thema beschäftigt mich sehr, hab ich doch bis anhin nur ganz grob eine Ahnung von diesen skandalösen Geschehnissen gehabt. Meine besondere Empfehlung, da – wie der Autor selbst mich darauf aufmerksam gemacht hat – ein kurzes, trauriges Kapitel auch in Richterswil spielt!

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              Anton will bleiben – von Nelio Biedermann

              Franziska Zehnder

              «Isaac Newton war ein Apfel auf den Kopf gefallen – ein Prozess von kaum einer Sekunde – und er war schlagartig auf den Weg in die Weltgeschichte geführt worden. Anders als Newton hatte Anton einen Plan, allzu schwierig konnte es also nicht werden.» Anton hat Krebs – und niemanden, der sich an ihn erinnern wird. Er versucht alles, um in die Geschichte einzugehen und nicht in Vergessenheit zu geraten. Der geregelte Alltag des alten Witwers ist damit zu Ende. Plötzlich treten die Polizei, eine angehende Schauspielerin und ein junger lebensmüder Existenzialist in sein Leben. Und die Frage, was das Leben lebenswert macht.

              Mein Tipp: Ein absoluter Lesetipp! Der Schriftsteller Nelio Biedermann, 20 Jahre jung aus Thalwil hat es geschafft ein Buch mit einer unglaublichen Tiefe zu schreiben. Es ist fröhlich und traurig zugleich. Ein Buch welches sich mit dem Sterben beschäftigt und dennoch vor Lebensfreude strotzt. Ich freue mich schon sehr, Nelio Biedermann im Juni in unserer Bibliothek zu einer Lesung willkommen zu heissen

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                Der Salzpfad – von Raynor Winn

                Susanne Gambon

                Alles, was Raynor und Moth noch besitzen, passt in einen Rucksack. Sie haben alles verloren ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moth seine Gesundheit. Mit einem kleinen Zelt machen sie sich auf, den gesamten South West Coast Path, Englands bekanntesten Küstenweg, zu wandern. Mit einem Mal ist ihr Zuhause immer nur dort, wo sie gerade sind. Sie begegnen Vorurteilen und Ablehnung, doch zugleich entdecken sie das Glück ihrer Liebe und lernen, Kraft aus der Natur zu schöpfen. Allen Widrigkeiten zum Trotz öffnet ihr mehrmonatiger Trip ihnen die Tür zu einer neuen Zukunft.

                Mein Tipp: Die Erzählungen von Raynor Winn, wie sie mit viel Zuversicht und Mut ihren Weg in einer besonderer Lebenssituation beschreibt haben mich sehr gefesselt. Ein Buch, das mich auch durch die beschriebene Natur auf dem Küstenpfad in Südengland inspiriert hat und ich gleichzeitig im Reiseführer über Cornwall die Bilder dazu hatte. Sehr empfehlenswert und viel mehr als nur ein Reisebericht.

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                  Der Schwimmer – von Graham Norton

                  Franziska Zehnder

                  Helen Beamish verbringt ihren Ruhestand in einem kleinen Haus an der irischen Küste. Es könnte so schön hier sein, wäre da nicht ihre sauertöpfische Schwester Margaret, die vor drei Jahren zu Besuch kam und seitdem keine Anstalten macht, wieder zu gehen. Vom Garten aus hat man einen herrlichen Blick aufs Meer. Eines Tages, als Helen auf der Terrasse liegt, sieht sie einen Mann ins Wasser gehen. Kurz darauf schläft sie in der warmen Nachmittagssonne ein. Als sie aufwacht, ist der Mann verschwunden, nur seine Kleidung liegt noch am Strand. Ihm muss etwas zugestossen sein, da ist Helen sich sicher …

                  Mein Tipp: Das spezielle Format des Buches hat mich sofort angesprochen. Einmal angefangen zu lesen, konnte ich es kaum weglegen. Mit 108 Seiten ein gelungener Kurzkrimi. Absolut empfehlenswert!

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                    Paradise Garden – von Elena Fischer

                    Susanne Gambon

                    Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem grossen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Grossmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los – sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war.

                    Mein Tipp: Elena Fischer hat einen bemerkenswerten Debütroman geschrieben. Die Geschichte von Billie hat mich von Anfang an gefesselt und ich konnte das Buch nicht so schnell aus der Hand legen. Die Geschichte beinhaltete Themen wie Freundschaft, Armut, Immigration, Familie und Trauer. Ein gelungener und sehr berührender Coming-of-Age-Roman!

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                      Sprechen lernen – von Hilary Mantel

                      Susanna Ricklin

                      Mantel’s junge Figuren leben im England der Fünfziger- und Sechzigerjahre und versuchen, sich die Welt greifbar zu machen. Sie suchen nach togeglaubten Haustieren, verirren sich auf Autofriedhöfen oder hoffen, mithilfe von Zahlen und Stammbäumen der Wirklichkeit Herr zu werden. In den sechs sehr persönlichen, aus dem eigenen Leben gegriffenen Erzählungen stellt sich die Autorin den Rätseln ihrer Jugend.

                      Mein Tipp: Ich bin richtiggehend eingetaucht in die Welt der jungen Hilary Mantel. Eine ganz grosse Erzählerin, die vieles unaufgelöst lässt! Leider ist sie letztes Jahr verstorben. Zu empfehlen ist auch ihr Meisterwerk, die Tudor-Trilogie.

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                        Mord im Bernina Express – von Philipp Gurt

                        Franziska Zehnder

                        Als der feuerrote Bernina Express zwischen dem Lago Bianco und dem Lej Nair den höchsten Punkt seiner Fahrt erreicht, gellt ein Schrei durch den Zug. Eine japanische Touristin hat eine junge Frau gefunden, die zweifellos Opfer eines Verbrechens geworden ist. Der Mörder muss sich im Zug befinden. Corina Costa, Beamtin der Kantonspolizei Graubünden, der man nachsagt sie habe ein besonderes Gespür für die Berge und das Verbrechen, steigt inmitten dieser rauen Einsamkeit zu. Während der Ermittlungen erhält die Engadinerin Unterstützung von einem der Passagiere Dirk Obermann, ein ranghoher Beamter des Bundeskriminalamts Wiesbaden, drängt ihr seine Hilfe auf, um den rätselhaften Fall zu lösen und sorgt dabei für zusätzlichen Zündstoff.

                        Mein Tipp: Mit 160 Seiten ein kurzer, spannender Krimi, der in einer schönen Bergwelt spielt. Kurzweilig, leicht und flüssig zu lesen und immer wieder gibt es unerwartete Wendungen.

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                          °C – von Marc Elsberg

                          Franziska Zehnder

                          Als mehrere schwarze Flugobjekte über dem chinesischen Luftraum auftauchen, hält die Welt den Atem an. Hat die chinesische Regierung ihre Drohungen wahr gemacht? Werden sie Taiwan angreifen? Das Weisse Haus ist in Aufruhr, und der amerikanische Präsident kurz davor, die Flotte zu alarmieren. Erst in letzter Sekunde kann eine Klimawissenschaftlerin einen Angriff abwenden. Denn sie erkennt sofort, dass da keine Kampfdrohnen am Himmel aufsteigen. China will kein Land angreifen, es will die Macht über das Weltklima an sich reissen. Ein Unterfangen, dass tödlich enden kann…

                          Mein Tipp: Ein Science Fiktion Thriller, der das aktuelle Thema Klimakrise/-Wandel aufgreift. Nach Marc Elsbergs Bestseller „ BLACKOUT“, war ich besonders auf diese Neuerscheinung gespannt, leider hat es mich nicht ganz so gepackt wie sein Vorgänger. Da sehr viele verschiedene Charaktere vorkommen, ist das Personenverzeichnis am Anfang des Buches sehr hilfreich. Auch hat es diverse verwirrende Zeitsprünge, die sich jedoch im Verlauf des Buches immer aufklären. Für alle die Science Fiktion lieben und sich 600 Seiten mit der Globalen Erwärmung auseinandersetzen möchten absolut lesenswert. Ein Thema, das allgegenwärtig ist und wir uns dennoch zuwenig damit auseinandersetzen…die Geschichte regt einem zum Nachdenken an!

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                            Die Verheissung – KRYO Trilogie Band 1 – von Petra Ivanov

                            Regula Büchler

                            Die Optimierung des Menschen ist das Geschäft der Zukunft. Eine kalifornische Firma verkauft Blutplasma-Verjüngungskuren, Tech-Riesen investieren Unsummen in die digitale Bewusstseinsspeicherung. Und ein russisches Unternehmen verspricht durch die Konservierung des eigenen Leichnams ein Leben nach dem Tod. Währenddessen stirbt in Seattle ein obdachloser Junge an Herzversagen. Als der deutsche Chirurg Michael Wild beginnt, Fragen zu stellen, verschwindet er von der Bildfläche. Seine Mutter Julia ist entschlossen, ihn zu finden – doch sie hütet selbst ein Geheimnis, und ihre Gegner sind weitaus mächtiger, als sie denkt.

                            Mein Tipp: Ein hochaktueller, perfekt recherchierter Thriller über die Grenze zwischen Leben und Tod, die Schnittstelle von Mensch und Maschine und die Zukunft unserer Spezies. Auch ausserhalb der bekannten Flint-Cavalli und Meyer-Palushi-Reihen überzeugt Petra Ivanov mit ihrem fesselnden Schreibstil. Die Spannung bleibt hoch!

                              KRYO

                              Frankie – von Jochen Gutsch und Maxim Leo

                              Michi Elsässer

                              »Das wär nix für mich, so’n Lebenssinn. Erstmal muss man ihn finden. Und dann muss man drauf aufpassen, damit man ihn nicht verliert.«

                              Richard Gold hat alles vorbereitet. Heute ist der Tag, an dem er sich das Leben nehmen wird. Der Strick liegt schon um seinen Hals, als sich ein dürrer Kater vor das Fenster setzt, interessiert glotzt – und Gold komplett aus dem Konzept bringt. Als dann der Kater auch noch bei Gold einzieht, weil der einen großen Fernseher hat, ein „extremst“ weiches Bett und pünktlich Essen serviert, beginnt die skurrile Freundschaft zwischen zwei Außenseitern, von denen zumindest einer ganz fest an ein Happy End im Leben glaubt.

                              Mein Tipp: Ein lustiges, philosophisches Buch über das Leben und die Freundschaft. Absolut lesenswert

                                frankie

                                Neue Zeitschrift active & live

                                Regula Büchler

                                Die Zeitschrift «active & live» ist das aufschlussreiche Schweizer Monatsmagazin: Leserinnen und Leser finden tolle Impulse, hilfreiche Ratschläge, lebensnahe Tipps sowie viel Unterhaltung und Lesespass. Das Magazin berichtet über die strukturierten Bereiche aktiven Lebens, Gesundheit, Essen/Trinken, Kultur, Ferien/Reisen, Natur, Ratgeber, Einblicke und Unterhaltung.

                                  active & live

                                  Die Einladung – von Emma Cline

                                  Susanna Ricklin

                                  Das junge Escort Girl Alex ist aus ihrer WG geflogen, wird von einem mafiösen Exfreund bedroht, ist pleite und hat ein Drogenproblem. Die letzte Rettung scheint Simon zu sein, Kunsthändler um die 50. Er nimmt sie mit in sein Haus in der Upperclass und wenn es ihr gelingt, ihn zu bezirzen, so hofft sie, kann dies vielleicht etwas „Echtes“ werden. Aber dann blamiert sie ihn auf einer Party und bekommt den Laufpass. Sie redet sich ein, ihn zurückgewinnen zu können – dazu muss sie eine Woche lang bis zu seiner Labour Day Party durchhalten und einen überzeugenden Auftritt hinlegen. Nur wohin bis dahin? Alex schleicht sich in eine Feriengruppe ein, wird Partycrasher, schläft am Strand, immer eine Nacht nach der anderen, irgendwoher Essen bekommen, eine Dusche.

                                  Mein Tipp: Die Geschichte hat sich wie ein Thriller gelesen und ich konnte mich dem Sog nicht entziehen. Hier geht es aber nicht um Hochspannung mit einem fulminanten Ende. Alex‘ Story ist tieftraurig und stellt die existenzielle Verlorenheit einer jungen Frau dar. Das beklemmende Gefühl bei der Lektüre ist gewollt und zeugt meines Erachtens von hoher schriftstellerischer Kunst.

                                    die einladung

                                    Die Unteilbarkeit der Liebe – von Jennie Fields

                                    Susanne Gambon

                                    Eine mutige Wissenschaftlerin, die sich ihren Platz in einer Männerwelt erkämpft. Und ein gefährliches Geheimnis, das für immer ihr Schicksal bestimmt. Chicago 1950: Die mutige und hochtalentierte Wissenschaftlerin Rosalind ist eine der wenigen Frauen, die im Zweiten Weltkrieg am Bau der Atombombe beteiligt waren. Doch die unvorstellbaren Auswirkungen ihrer Arbeit brachen ihr damals das Herz ebenso wie die Trennung von ihrer großen Liebe, ihrem Kollegen Thomas. Jahre später hat sie sich ein neues Leben aufgebaut, aber da steht Thomas plötzlich wieder vor ihrer Tür. Warum? Was will er? Gleichzeitig kommt das FBI auf Rosalind zu: Der attraktive Agent Charlie verlangt, dass sie ihm geheime Informationen über Thomas besorgt. Denn das FBI hält Thomas für einen Spion. Rosalind muss sich ein für alle Mal entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Sie liebt Thomas noch immer, doch auch zu Charlie fühlt sie sich hingezogen.

                                    Mein Tipp: Eine spannende Liebes- und Spionagegeschichte mit historischem Hintergrund. Atemberaubend schreibt Delia Owens, Autorin von »Der Gesang der Flusskrebse«, dem schliesse ich mich gerne an.

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                                      Die Haushälterin – von Joy Fielding

                                      Franziska Zehnder

                                      Jodi Bishop ist erfolgreiche Maklerin und lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Toronto. Da ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, beschliesst sie, eine Haushälterin für ihre alternden Eltern einzustellen. Als sie die erfahrene Elyse trifft, ist sie begeistert von deren warmherziger, anpackender Art. Sogar Jodis skeptischer Vater scheint sie zu mögen. Aber schon nach kurzer Zeit nimmt Jodi beunruhigende Veränderungen wahr. Ihre Eltern verlassen kaum noch das Haus, ihre Mutter scheint sich regelrecht vor Elyse zu fürchten. Und als ihre Mutter unerwartet verstirbt, muss Jodi sich fragen: Wem hat sie da die Tür zum Leben ihrer Eltern geöffnet …?

                                      Mein Tipp: Mit diesem Buch knüpft Joy Fielding an ihre Erfolge an. Ich würde das Buch jedoch nicht als Thriller bezeichnen, sondern eher als spannender Roman. Ihr Schreibstil sagt mir sehr zu, leicht und flüssig zu lesen. Vorsicht wer Sie sich ins Haus holen…

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                                        22 Bahnen – von Caroline Wahl

                                        Susanna Ricklin

                                        Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht.

                                        Mein Tipp: Die liebevolle Beziehung der beiden Mädchen – die Ältere, die sich rührend um die Kleine kümmert – hat mich sehr berührt. Die Alkoholkrankheit der Mutter beherrscht das Leben der Kinder. Und trotzdem gibt es da noch etwas anderes. Dies zu entdecken und sich daran festzuhalten, um zu überleben, ist die Aufgabe von Tilda. Eine ganz starke Persönlichkeit ist diese Tilda. Der Debutroman von Caroline Wahl ist eine Wucht, der simple Schreibstil vermag ganz tief zu gehen. Ich emfehle dieses Buch wärmstens.

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                                          Bibliothek Richterswil kurz erklärt

                                          Bei uns finden Sie…

                                          • längst nicht nur Romane, auch Sachliteratur, Krimis, Hörbücher, Filme, Zeitschriften, Mangas, Comics, Tonies – insgesamt über 15‘000 Medien
                                          • diverse Veranstaltungsangebote für Junge und Junggebliebene
                                          • kostenloses WLAN
                                          • rund 40‘000 E-Medien über die Digitale Bibliothek Ostschweiz (Dibiost)
                                          • Medienrückgabe rund um die Uhr

                                          Und so einfach geht das:

                                          Pro Familie/Haushalt muss eine Mitgliedschaft abgeschlossen werden. Dies kann in der Bibliothek gemacht werden. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail.

                                          Die Mitgliedschaft kostet Fr. 60.- für ein Jahr.
                                          Die Ausleihfrist beträgt 4 Wochen, optional kann verlängert werden.

                                          Eine Mitgliedschaft bei uns ermöglicht Ihnen die Ausleihe in 44 weiteren Bibliotheken im Kanton Zürich.